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Australian Open: Ellerbrock jubelt nach Viertelfinale

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Sabine Ellerbrock © Hartwig Ellerbrock

Nach einem starken Auftritt bei den Melbourne Wheelchair Open hat Rollstuhltennisspielerin Sabine Ellerbrock im Viertelfinale der Australian Open an ihre Leistung angeknüpft und die Britin Lucy Shuker in einem packenden Match besiegt – doch es war ein hartes Stück Arbeit. Erst nach 2 Stunden und 43 Minuten durfte Ellerbrock jubeln.

Lucy Shuker bewies bei den letzten Turnieren ihre gute Form, die sie auch im Viertelfinale des Grand Slam-Turniers demonstrierte. Ellerbrock und ihre britische Gegnerin lieferten sich ein spannendes Duell. Entsprechend glücklich und erleichtert war die Bielefelderin, nachdem sie durch ein 2:6, 7:6 und 7:6 nach fast dreistündiger Spielzeit ins Halbfinale einzog.

Ellerbrock fand zunächst nicht ins Spiel und leistete sich einen Fehlstart. Erst nach einem 0:5-Rückstand gegen die gut aufgelegte Britin verbesserte sie sich und gewann an Sicherheit. Im ausgeglichenen zweiten Satz fiel die Entscheidung erst im Tiebreak. Hier bewies Ellerbrock nach einem 1:4-Rückstand große Nervenstärke und gewann den Tiebreak mit 8:6.

Dramatisch war vor allem der dritte und entscheidende Satz. Beim Stand von 1:0 im zweiten Satz kollidierte Sabine mit einem Linienschiedsrichter, als sie – den Ball beobachtend – nach hinten fahren musste, so dass es zum unglücklichen Zusammenprall kam. Nach einer Untersuchung durch den Turnierarzt und eine Therapeutin konnte Ellerbrock weiterspielen – und blieb zunächst auf Kurs. Beim Stand von 5:2 bekam sie sogar den ersten Matchball, doch die Britin kämpfte sich zurück. Langsam zeigte Ellerbrocks Zusammenstoß mit dem Linienrichter jedoch seine Wirkung und Shuker gelang nach einem 5:5-Gleichstand auch das 6:6. So musste wieder ein Tiebreak entscheiden – und wieder behielt die Deutsche die Oberhand und feierte einen hart umkämpften Sieg.

Ob Sabine Ellerbrock im Halbfinale antreten kann bzw. darf, entscheidet sich nach einer weiteren Untersuchung durch den Turnierarzt vor dem Training, da eine leichte Gehirnerschütterung noch nicht ausgeschlossen werden kann. 

Quelle: Hartwig Ellerbrock/DBS

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