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Fußball-ID: Schleswig-Holstein jubelt über den Titel

Schleswig-Holstein jubelt nach der Übergabe des Pokals Bild vergrößern
Schleswig-Holstein ist Deutscher Meister © Svea Heiden

Jubel in der Heimat: Am letzten Spieltag der deutschen Meisterschaft im Fußball für Menschen mit einer geistigen Behinderung holten die Lokalmatadoren aus Schleswig-Holstein den begehrten Pokal und bezwangen im Finale das Team aus Sachsen-Anhalt auf der Anlage des VfR Schleswig mit 2:0. Dabei hatte mit diesem Erfolg kaum jemand gerechnet.

"Wenn wir das Halbfinale erreichen, dann wäre das schon gut", sagte Trainer Sebastian Grätsch vor den umkämpften Partien. Doch die Schleswig-Holsteiner überstanden nicht nur die Gruppenphase mit Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Bayern als Gegner, sondern triumphierte als Gruppenzweiter auch im Halbfinale gegen Rekordmeister und "Angstgegner" Nordrhein-Westfalen, der die Gruppe A souverän für sich entschieden hatte. Zwar war der Favorit die spielbestimmende Mannschaft, doch Schleswig-Holstein hielt gut dagegen - und erzielte den goldenen Treffer. Andreas Schneekloth verwertete die mustergültige Vorarbeit von Sultan Guschani zum 1:0, und diesen knappen Vorsprung retteten die Norddeutschen auch Dank Keeper Michael Schröder über die Zeit. Damit war die Sensation perfekt: Schleswig-Holstein stand im Endspiel.

Das zweite Halbfinale gewann das Team aus Sachsen-Anhalt gegen Bayern in einem packenden Fußballkrimi mit 5:4 nach Elfmeterschießen. In den anderen Platzierungsspielen setzten sich die Landesauswahlmannschaften aus Mecklenburg-Vorpommern (Platz 7) gegen das Saarland (Platz 8) mit 14:0 durch, Hessen (Platz 5) gegen Baden-Württemberg (Platz 6) mit 5:0 und Niedersachsen belegte den neunten Platz.

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Jubel in der Heimat: Das Team aus Schleswig-Holstein © Svea Heiden

Nachdem das Spiel um den dritten Platz mit einem Sieg der Auswahl aus Nordrhein-Westfalen gegen das Team aus Bayern mit 4:1 endete, kam es zum Finale vor rund 100 begeisterten Zuschauern. Nach torloser erster Hälfte setzte sich Dennis Golland gegen zwei Gegenspieler durch und schoss in der zweiten Halbzeit das wichtige 1:0 für Schleswig-Holstein. Kurze Zeit später sorgte Andreas Schneekloth mit seinem insgesamt zehten Treffer für die Entscheidung - und großen Jubel auf und neben dem Platz. "Letztendlich war der Teamgeist ausschlaggebend. Die Jungs konnten sich aufeinander verlassen und dementsprechend haben sie alles gegeben was sie hatten", lautete das Fazit von Trainer Sebastian Grätsch nach dem Turniersieg.

Die anschließende Siegerehrung mit der Übergabe von Medaillen, Urkunden und Pokalen wurde von RBSV-Präsident Wolfgang Tenhagen und SHFV-Geschäftsführer Jörn Felchner übernommen. Beide Verbände bedanken sich bei allen Unterstützern und Helfern für eine tolle Organisation und Zusammenarbeit. Eröffnet wurden die deutschen Meisterschaften vom Bürgermeister von Schleswig, Dr. Arthur Christiansen, vom Präsidenten des RBSV, Wolfgang Tenhagen, SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer, vom Verantwortlichen für den Leistungsfußball beim Deutschen Behindertensportverband (DBS), Dennis Grädtke, und vom Leiter der Schleswiger Werkstätten, Jan-Hendrik Schmidt.

Quelle: Kilian Weber (SHFV), Zusammenfassung DBS

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