Aktuelles vom Boccia im Deutschen Behindertensportverband

Para Boccia-Nationalmannschaft in Japan und Spanien

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Die deutsche Delegation gemeinsam mit japanischen Vertretern

Für Teile der Para Boccia-Nationalmannschaft ging es in der Woche vor Ostern in das Land, in dem in zwei Jahren die Paralympischen Sommerspiele stattfinden werden. Initiiert von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft in Saarbrücken reisten die achtköpfige Delegation in die Host-City Tsuruoka und erlebte ein vielfältig sportlich und kulturelles Programm. Petra Benkrath und Thomas Knoth spielten parallel in Spanien die Madrid Open.

Die beiden BC3-Spieler starteten in Madrid sowohl im Einzel, als auch zum ersten Mal gemeinsam als Pair. Thomas Knoth startete mit einer denkbar knappen Niederlage mit 2:3 gegen Pieter Clissen in die Vorrunde. Gegen den in der Weltrangliste top platzierten Briten Patrick Wilson unterlag er knapp im Tie Break. Der Sieg gegen Elisabeth Wilhelmsen aus Norwegen reichte nicht mehr für den Einzug ins Viertelfinale und Knoth beendete den Einzelwettbewerb auf Rang neun.

Petra Benkrath hatte zunächst mit den Hallen- und Bodenbedingungen zu kämpfen, die sich in Madrid stark von den heimischen Trainingsbedingungen unterschieden. Dies führte dazu, dass sie ihr gewohntes Potential über die langen Spiele nicht nutzen konnte. Mit insgesamt drei Niederlagen und einem Sieg in der Vorrunde belegte sie Platz 16 im Einzel.

Ebenfalls durchwachsen ging es für Thomas Knoth im Pair weiter. Zwei misslungene erste Würfe in den Spielen gegen Belgien und Portugal führten zu zwei Niederlagen in Folge. Seine Partnerin Benkrath hatte sich mittlerweile mit den Verhältnissen vor Ort vertraut gemacht und sicherte in der umkämpften Partie gegen Norwegen mit dem letzten Wurf den Sieg. Rang sechs war das Endresultat für das deutsche Pair.

Auf die Auswahl der Nationalmannschaft, die mit dem Präsidenten des Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes Saarland, Axel Riedschy, nach Japan reiste, wartete eine vielfältig sportlich und kulturelles Programm. Die japanische Stadt Tsuruoka wurde im Vorfeld der Paralympics 2020 in Tokio als eine der Host-Cities benannt und empfang mit der deutschen Para Boccia-Nationalmannschaft die ersten internationalen Gäste im Vorfeld der Spiele. Dementsprechend wurde der Besuch des deutschen Teams umfangreich medial begleitet. Nach einem Besuch und offiziellen Empfang im Rathaus absolvierten Trainer Edmud Minas und die Spieler Ilker Icöz, Eduard Dauster, Martin Gürth und Helmut Haubrich gemeinsam mit der japanischen Para Boccia-Nationalmannschaft ein zweitägiges Trainingslager gefolgt von einem Turnier gegen die japanische Auswahl. Zudem gab es für die Einwohner der Stadt die Möglichkeit die Freude am Boccia zu gewinnen und gemeinsam mit den beiden Nationalteams zu spielen.

Nach dem sportlichen Teil nutze die deutsche Mannschaft die Zeit und besichtigte zahlreiche Sehenswürdigkeiten und erhielt vielfältige Einblicke in die japanische Kultur.

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