Aktuelles vom Boccia im Deutschen Behindertensportverband

Die Erfolgsgeschichte geht weiter

Boccia-Nationalmannschaft beim internationalen Boccia Turnier in Polen

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© Jürgen Erdmann-Feix

Unter der Leitung von Nationaltrainer Jürgen Erdmann-Feix und dem neuen Co-Trainer Bernd Großekathöfer, der den zurückgetretenen Co-Trainer Hartmut Gutbrod in Zukunft ersetzen wird, besuchte die Boccia-Nationalmannschaft vom 6. bis zum 10. Oktober das internationale Einladungsturnier in Posen, das von POLSKA-Boccia veranstaltet wurde.

 

9 Nationen kämpften in allen vier paralympischen Klassen um die Turniersiege

Zwei Boccia Spieler beim Wurf Bild vergrößern
© Jürgen Erdmann-Feix

Im Pair-Wettbewerb der Klasse BC 4 erreichte das deutsche Team mit Bastian Keller vom TV Markgröningen und Boris Nicolai vom BRS Gersweiler, nach souveränen Vorrundensiegen gegen Spanien, 5:3, Kroatien, 4:1, und Israel, 9:0, als Gruppenerster das Halbfinale. Im Spiel gegen die Ukraine ging es heiß her und nun zahlten sich die, in den internationalen Turnieren dieses Jahres – Weltranglisten-Turniere in Canada, VAE und Portugal - gemachten Erfahrungen aus. Das Halbfinale wurde nach 4:4 im Tiebreak gewonnen und man musste im Endspiel gegen das Team Canada antreten, in dem neben dem canadischen Spitzenspieler und Paralympics-Teilnehmer Marco Dispaltro die englische Nr. 1 Harry Thompson spielte. Und hochmotiviert – obwohl beide Sportler mit Verletzungen ins Endspiel gingen- gelang es das Endspiel mit 3:2 zu gewinnen. Sehenswerte, präzise Würfe und ein taktisch auf höchstem Niveau geführtes Spiel stimmten nicht nur den Nationaltrainer sehr zufrieden. Anerkennung und Lob gab es auch von Marco Dispaltro, der unseren Spielern bescheinigte, dass sie absolut die Fähigkeit besitzen innerhalb der nächsten vier Jahre unter die Top 8 der Welt zu kommen.

Ein toller und verdienter Abschluss einer harten und anstrengenden Wettkampfsaison

Ein Boccia Spieler stößt die Kugel an Bild vergrößern
© Jürgen Erdmann-Feix

Die Verletzungen der beiden stellten sich dann doch als so schwer heraus, dass beide, auf Anraten der BISFed Chefklassifiziererin Elsa Matthae, die die beiden untersuchte und behandelte, nach dem ersten Individual-Gruppenspiel aufgeben mussten.

Das BC 3 Pair – spielt mit Rampe und Assistenten – trat mit Petra Benharkat an, die erst am Vortag des Turniers, aus dem Krankenhaus entlassen wurde, ihrem Assistenten Gabor Morvai und Andreas Welzel mit Andreas Antonovics. Alle von den Sportfreunden Diakonie Bad Kreuznach. Sie starteten mit Materialproblemen. Der wichtigste Aufsatz an der Rampe von Petra Benharkat war gebrochen, bei Welzel musste die Ballauflage ersetzt werden. Gerade noch vor dem ersten Spiel waren die Reparaturen fertig. Umso erfreulicher, dass alle Ruhe bewahrten und das erste Spiel gegen England Individual nach 4:4 im Tie Break gewannen. Leider folgte nach 3:6 gegen England und 2:7 gegen den Turniersieger Russland das Aus in der Vorrunde. Sie belegten letztlich Platz 6 im Pair Wettbewerb.

Im Einzel der Rampenspieler hatte Andreas Welzel die leichtere Gruppe erwischt. Nach seinem 6:1 Sieg gegen Luksic aus Kroatien, hatte er gegen Nowosadowski, den er schon besiegt hat, die Chance ins Viertelfinale einzuziehen. Doch der Pole war stärker und siegte 9:2. Am Ende blieb Platz 12. Petra Benharkat hatte eine starke Gruppe, in der sie trotz konzentriertem Spiel bis zum letzten Ball, alle drei Spiele verlor. Sie belegte Platz 19.

Janet Carré von der BSG Gütersloh hatte es in der Klasse BC1 zunächst mit den späteren Finalisten zu tun. Hier gab es zwei klare Niederlagen, 0:12 und 1:6 Ihr letztes Spiel verlor sie nach 2:2 leider knapp im TieBreak. Dabei zeigte sie eine sehr gute Leistung. Platz 6 hieß es in der Endabrechnung.

Georg Carré startete als Nachwuchsspieler in der Klasse BC2. Er konnte jedes Spiel offen gestalten: 1:4 gegen Guthrie, ebenfalls 2:2 und eine TieBreak Niederlage, sowie ein 4:3 Sieg, was Hoffnung für seine weitere Entwicklung gibt. Ein guter 5. Platz sein Endergebnis.

Quelle: Jürgen Erdmann-Feix

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