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Neues vom DBS

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Paralympisches 400m Rennen beim ISTAF in Berlin
 

Das internationale Stadionfest am 22. August 2010 im Berliner Olympiastadion, kurz ISTAF genannt, ist das größte und bedeutendste Leichtathletik-Meeting in Deutschland. 75.000 Zuschauer waren letztes Jahr im Berliner Olympiastadion mit seiner berühmten blauen Laufbahn, Austragungsort der umjubelten Leichtathletik-Weltmeisterschaften von Berlin und seinen Assen um Usain Bolt.

Dieses Jahr werden neben den Stars der Weltmeisterschaften 2009 sicher viele der Titelträger der momentan stattfindenden Europameisterschaften von Barcelona an den Start gehen. Sicher ist neben Hochspringerin Ariane Friedrich natürlich die Teilnahme von Diskuswerfer Robert Harting in seinem „Berliner Wohnzimmer“, und nun gesellen sich aus der Paralympicsszene auch die beiden Berliner Matthias Schröder und Thomas Ulbricht mit hinzu.

Denn als besonderes Highlight wird ein 400m Lauf der stark sehgeschädigten, Startklasse T12, stattfinden. Hier trifft der Lokalmatador und Paralympicssieger von Peking 2008 Matthias Schröder vom PSC Berlin auf die besten Athleten der Welt in seiner Disziplin. Das sind der Portugiese Luís Goncalves, führender der Weltrangliste 2010 und Paralympics-Zweiter über die 400m, und der Weltranglisten-Zweite und Paralympicssieger über die 800m, Abderrahim Zhiou aus Tunesien. Weiterhin am Start ist mit Thomas Ulbricht ein weiterer Deutscher Teilnehmer, der als Paralympics-Zweiter im Mehrkampf zum ersten Mal seit Jahren wieder die 400m Strecke laufen wird. Ein unbeschriebenes Blatt ist er hier nicht, wurde er über diese Distanz 2004 in Athen als 19jähriger sensationeller Paralympics-Fünfter, bevor er sich dem Mehrkampf verschrieb.

Organisator Dr. Ralf Otto, zuständig für alle paralympischen Sportarten in Berlin und auch gleichzeitig Vereinsvorsitzender des PSC Berlin, hat sich bemüht ein Weltklassefeld an den Start zu bringen und beim ISTAF dem Publikum und den Medien präsentieren zu können. Bereits 2007 lief beim ISTAF die deutsche Blindennationalstaffel der Männer ein viel beachtetes Rennen gegen die deutsche Frauen-Nationalstaffel. Diese Tradition wird nun beim 69. ISTAF fortgesetzt und soll auf Wunsch der Veranstalter langfristig in Berlin etabliert werden.

Noch einige Details zum Rennen und der Handicap-Klasse T12. Der Weltrekord über 400m steht hier bei 48.62 Sekunden, gehalten vom Portugiesen Gabriel Potra aus dem Jahr 2002. Die persönlichen Bestzeiten von Matthias Schröder von 49.45 Sekunden, von Luís Goncalves mit 49.81 Sekunden und von Abderrahim Zhiou von 50.54 Sekunden lassen einen neuen Weltrekord als möglich erscheinen. Auf jeden Fall sollte die WM-Norm von 50.00 Sekunden von allen Startern unterboten werden können.

Gelaufen wird aufgrund der starken Sehbehinderung der Aktiven, die maximal noch über 3 % Sehrest verfügen, immer auf 2 Bahnen. Wahlweise kann in dieser Klasse mit einem Begleitläufer (Guide) oder auch alleine gelaufen werden, dann mit der optischen Orientierung an der Mittellinie zwischen den beiden zur Verfügung stehenden Bahnen.
Quelle: Dr. Ralf Otto
 
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